Die Vereinsgeschichte - Seite 8

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In zahlreichen Vorträgen gab Dr. Plößl sein imkerliches Fachwissen weiter. Große Schwierigkeiten bereitete in jener Zeit die Bekämpfung der Tracheenmilben. Dem Parasiten versuchte man mit Gas Herr zu werden. Leider stellte sich nur ein durchschnittlicher Erfolg ein. Ganze Bienenstände fielen der Milbe zum Opfer. Dadurch verringerte sich die Mitgliederzahl kontinuierlich. Es war nicht nur die Milbe, die den Rückgang der Imkerei verursachte, es war einfach die damalige Zeitgeist. Der Lebensstandard stieg, die Einkommen wurden höher, der Obstanbau war nicht mehr lukrativ, der Honigpreis stagnierte, ausländischer Honig wurde importiert - für was noch Bienen halten?

Zurück zu Dr. Plößl. Bereits 1957 wurde ihm für dreißig jährige Vereinstreue die goldene Ehrennadel mit Urkunde überreicht. 1976 wurde er Ehrenvorsitzender des Ortsvereins Traunstein.
In Würdigung seiner Verdienste um die Belange der Bienenzucht und des Verbandes wurde der Pfarrer im Mai 1979 zum Ehrenkreisvorsitzenden gewählt und vom Verband Bayer. Bienenzüchter mit der Prof. Armbruster Medaille in Gold geehrt, die höchste imkerliche Auszeichnung. Das direkt neben dem Pfarrhaus in Sparz angegliederte Bienenhaus wurde nach dem Tod des Pfarrers vom damaligen Kreisvorsitzenden Erich Gimpl aufgelöst. Keine 100 Meter entfernt imkerte Schwester Sophia. Das prachtvolle Bienenhaus der Schwester wurde nach ihrem Ableben, Gott sei Dank, nicht aufgelöst. Erich Gimpl fand einen Jungimker. Nach zähen Verhandlungen mit den Schwestern vermittelte er es an den jetzigen Ortsvorstand Hans Dumberger.

Neben Dr. Plößl sollte auch der damalige Landrat Hans Unnützer erwähnt werden. Über zwei Jahrzehnte kümmerte er sich um die Belange des Vereins. Durch seinen erlernten Beruf als Rechtsanwalt spezialisierte er sich unter Anderem auch auf die Rechtslage der Imkerei. Nicht nur Vorträge hielt er über die imkerliche Gerechtigkeit, er führte auch mehrere Gerichtsprozesse im Sinne der Bienenzüchter.

Besonders wichtig für den Verein war die Therese Schmoll. Sie hatte die Liebe zur Bienenzucht von ihrem Vater geerbt und bis ins hohe Alter gepflegt.

Bis an ihr Lebensende war die Resl die Vereinsschriftführerin. Außerdem war sie von 1965 bis 1983 Schriftführerin des Kreisverbandes Bayer. Bienenzüchter Traunstein
Für die Verdienste um die Bienenzucht und für ihre jahrelange Arbeit für den Verband Bayer. Bienenzüchter wurde Frl. Schmoll nicht nur mit der goldenen Ehrennadel des VBB ausgezeichnet, sondern auch mit der Professor Armbruster - Medaille in Silber geehrt.