Die Vereinsgeschichte

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Auf Anregung des königlichen Grenzkontrolleurs Fritz Steinmetz von Marquartstein versammelte sich am Sonntag den 8. September 1901 nachmittags um drei Uhr, beim Auwirt in Traunstein, eine größere Anzahl  Bürger um über die Gründung eines Bienenzucht- und Obstbau- Vereins zu beraten.
Zuerst trug Herr Fritz Steinmetz  einen sehr lehrreichen, gediegenen Vortrag über die praktische und ideale Bedeutung der Bienenzucht vor. Ferner referierte er über Zweck, Vorteil und Ziel eines Vereins. Nach Steinmetz hielt Herr Bezirkshauptlehrer Schwarz aus Vachendorf einen packenden Vortrag über seine vorbildlich geführte Nebenerwerbs-Imkerei.

Einundzwanzig Anwesende erklärten sich spontan bereit, Mitglied eines Bienenzuchtvereins zu werden. Auf Vorschlag von Herrn Steinmetz wählten die Anwesenden drei Traunsteiner Bürger,

zum ersten Vorstand - Herrn Apotheker Karl Langenmaier
zum  Schriftführer    - Herrn kgl. Salzsteuerkontrolleur Franz Metz
zum  Kassier             - Herrn Salinenwaagmeister Mathias Weber

außer diesen Dreien beteiligten sich bei der Vereinsgründung:

Anton Eisele,  Gasmeister in Traunstein
Lorenz Schmidt, Fuhrwerkbesitzer in Traunstein
Thomas Niclas, kgl. Professor in Traunstein
Johann Schwarzenlander, Maurer in Traunstein
Ignatz Pirkl, Gastwirtssohn in Traunstein
Josef Reithmayer, Weber in Traunstein
Michael Schroll, Bauer in Oderberg
Georg Heinz, Schreinermeister in Stein
Vincens Gschwendner, Bauer in Erlstätt
Josef Mayer, Schreinermeister in Nußdorf
Michael Reiser, Schneidermeister in Vachendorf
Lorenz Edtbauer, Bauer in Wang
Johann Schweinsteiger, Bauer in Erlstätt
Jakob Haunerdinger, Bauer in Erlstätt
Georg Schmid, Bauernsohn in Kammer
Johann Karsberger, Bauer in Kammer
Josef Wimmer, gräflicher Hausmeister in Stein

Die Anwesenden stimmten für zwei Mark Jahresbeitrag, außerdem sollte jedes Mitglied die Münchner Bienenzeitung bekommen.
Am achten September 1901 bestätigte der Vorsitzende des Bayerischen Landesbienenzuchtvereins, Herr Oberingenieur Beringer die Gründung des Bezirksbienenzucht- und Obstbauvereins Traunstein. Aus Dank und Freude schickte er eine selbst konstruierte, tragbare Honigschleuder und eine illustrierte Postkarte. Die in einem Rucksack verstaute Honigschleuder konnten sich die Mitglieder zur Honigernte ausleihen. Die Glückwunschkarte schmückt die Titelseite des Protokollbuchs Nr. 1.

Bereits am 28.Oktober 1901 fand beim Auwirt eine weitere Versammlung statt. Man legte die Vereinsrichtlinien, die Statuten fest. Der Einfachheit halber übernahm man die Statuten des Landauer Bienenzuchtvereins, die dieser Verein leihweise zur Verfügung stellte. Die Vorstandschaft beschloß ferner, dem jungen Verein einen Zusatz zu geben. Man fügte den Zusatz:“und Umgebung“ hinzu.

Die Hauptaufgabe des Vereins bestand damals, den Honig und den Most zu vermarkten. Der Verein kaufte nur erstklassigen Honig und Most von den Mitgliedern und veräußerte die Produkte wieder.

Diese geplante Honigvermarktung fand großen Anklang. Bereits 1902 stieg die Mitgliederzahl auf 30 an. Der aufstrebende Verein erhielt kleine Zuwendungen von angesehenen Bürgern. Nach kurzer Zeit verfügte man bereits über eine kleine Bibliothek.


Alljährlich fanden zwei Vereins- und zusätzlich zwei Wanderversammlungen in den Zweigvereinen der Umgebung statt. Abwechselnd traf man sich in verschiedenen Traunsteiner Lokalen, bevorzugt allerdings, das Vereinslokal beim Auwirt. In jeder Versammlung referierte ein, oftmals sogar zwei geladene Fachberater über Bienenzucht oder Obstbau. Hauptschullehrer Schwarz aus Vachendorf, Hauptmann Herbst und der rühmlichst bekannte Pomologe und Gutsbesitzer Sachenbacher aus Siegsdorf zeichneten sich mit vielen Fachreferaten aus.

Die meisten Vorträge hielt der kgl. Wagmeister Weber. In Tutzing besuchte Weber, im Auftrag des Vereins, einen Bienenmeisterkurs. Das dort vermittelte Wissen konnte er so seinen Imkerkollegen weitergeben. Es referierte aber auch der kgl. Grenzoberkontrolleur und Vorstand des Überseer Bezirksbienenvereins Steinmetz aus Marquartstein.
Praktische Unterweisungen fanden natürlich auch bei den Imkern statt. Das Ausschußmitglied, Herr Strohmeier aus Erlstätt, bemühte sich um die Einweisung und Ausbildung von Anfängern.
Der Verein bestellte 1903 20 Plakate, um die Honigvermarktung zu sichern. Der Traunsteiner Salinenkassier Johann Schmoll entwarf die Plakate. Hier wurde zweifelsohne der Grundstein für die enge Zusammenarbeit mit der Familie Schmoll gelegt.
Im September 1909 veranstaltete der landwirtschaftliche Verein Traunstein ein große Bezirksschau mit Volksfest zwischen der Wegscheid und Haslach.
Neben dem Volksfest, wohl mit Abstand das größte, das Traunstein (bis zur TRUNA) je sah, wurden die Hallen mit Pferde-, Rinder-, Geflügelausstellungen usw. aufgebaut. Natürlich beteiligte sich auch der Bezirksbienen- und Obstbauverein Traunstein mit einer großen Ausstellung.
Das Traunsteiner Wochenblatt schrieb vor dem Fest unter anderem:

Die Bienenausstellung bringt eine reichhaltige Sammlung von Gerätschaften für Bienenzucht und von Bienenprodukten. Die Obstaustellung, veranstaltet vom Bezirksobstbauverein Traunstein, wird die Obstverpackungsarten, die Obstverwertung und verschiedene Vorrichtungen zum Schutz des Obstbaues vorführen; in der ”Obstkosthalle” wird frisches Obst- und Obstprodukte verabreicht.

Und nach dem Fest:
Die vom Bezirksobstbauverein Traunstein eingerichtete Obstausstellung führte die Obstverpackung und Obstverwertung vor. Diese Ausstellung war sehr gut durchgeführt, besonders die Abteilung für Obstschutz bot sehr Interessantes.
Die Bienenausstellung, vom Bezirksobstbauverband für seine Bienenzucht treibenden Mitglieder veranstaltet, bot eine schöne, reichhaltige Sammlung von Bienengeräten, Bienenprodukten, aus Honig erzeugten Nahrungsmittel, lebenden Bienen und Literatur über die Bienenzucht.

Ehrenpreise gab es auch für die Imker und Obsterzeuger.

Für die Obst- und Bienenausstellung wurden wertvolle Gegenstände als Ehrenpreise gegeben, unter anderem ein Regulator, gestiftet von Herrn Gmelch, Uhrmachermeister von Traunstein.

Anm.: Die Honigbehälter waren bereits mit nummerierten Verschlußbändern versehen. Das besondere: Dieser Verschluß erfüllte den Zweck als Kontrollverschluß vollständig, das Glas konnte nicht geöffnet werden, Außer es wurde der Faden abgeschnitten oder unter dem Etikett herausgezogen.  Die 1907 gegründete, königliche Anstalt für Bienenzucht in Erlangen konnte dadurch den im Handel befindlichen Honig notfalls oder stichprobenweise überprüfen.

Bis 1910 führte der junge Verein harmonische und gut besuchte Versammlungen ab. Die Mitgliederzahl stieg bereits auf 71 Personen an. Am 18.April 1910 nahm das Traunsteiner Wochenblatt erstmals, etwas eingehender, Notiz und schrieb:


Der Bienenzucht- und Obstbauverein Traunstein und Umgebung hielt am letzten Sonntage im Auwirtsaale seine diesjährige Generalversammlung ab, welch besonders von auswärts sehr gut besucht war. Es hatten sich etwa 50 Mitglieder der Umgebung eingefunden, ein Zeichen, welch hohes Interesse der edlen Sache gewidmet wird. Es folgte zunächst Vorstandschaftswahl und Vorlage der Rechenschaftsberichte, weiter ein lehrreicher Vortrag des Herrn Assistenten Brux der kgl. Kreiswinterschule dahier über Obstbaumanpflanzungen und Obstbaumpflege und dann Verlosung von obstbaulichen und bienenwirtschaftlichen Gegenständen an die Vereinsmitglieder. Aus der Mitte der Versammlung wurde die Anregung gegeben, für etwa Anfang September hier eine Lokalvereinsausstellung von Musterobst und der Obst gewonnen Produkte, nebst solchen aus dem Bereich der Bienenwirtschaft zu veranstalten, und rechtzeitig zur Besprechung und Detailierung dieser gewiß nützlichen Sache etwa im August eine eigene Versammlung einzuberufen. Interessenten seien heute schon darauf aufmerksam gemacht, und gebeten, allenfallige Beteiligung dem Verein gelegentlich bekannt zu geben..

Für Wirbel sorgte 1910 die Verlegung der Saline nach Reichenhall, dadurch verlor der Verein  einige tatkräftige, auch in der Vorstandschaft wirkende Mitglieder. Aber für tatsächliche Aufregung sorgte das bereits 1908 vom Reich beschlossene Vereinsgesetz, das in der Herbstversammlung 1910 publik wurde.

Hier hieß es, nach Prg. 3; Satz 333:
Jeder Verein muß nach den Distriktpolizeibehören ein politisches Verzeichnis führen,
außerdem besteht die Pflicht, nach Art. 129 die Gründung und jede Veränderung,auch
die Vorstandschaft, bezüglich ihrer Zwecke bei der vorgefaßten Polizeibehörde zu melden.
Für den Bienenmeister Mathias Weber kam die Salinenverlegung gerade recht,  er kündigte aus diesem Grunde seine Tätigkeit in der Vorstandschaft.

Für den jungen Verein bedeutete dies:
Der Verein existierte quasi nicht, die Versammlungen waren nicht mehr  erlaubt
Die derzeitige Vorstandschaft war folgedessen rechtlich nicht anerkannt.


Daraufhin erfolgte im Oktober 1911 die offizielle Eintragung des Vereins ins kgl. Amtsregister, um etwaige politische Aktivitäten zu kontrollieren, der Verein erhielt den Zusatz e.V. Die Vorstandschaft neu gewählt.

Die 88 Mitglieder, darunter hauptsächlich Offiziere, Polizeibeamte, Salinenangestellte, Geschäftsleute Gutsbesitzer und Bauern wählten Hauptmann a. D. Adam Herbst zum ersten Vorstand. Polizeioberwachtmeister Johann Popp wurde Schriftführer und zweiter Vorstand. Schatzmeister wurde der gräfl. Förster i.R. Anton Rischbeck, als Ausschußmitglieder wurden Karl Schmid (Eichmeister), Mathias Weber (kgl. Waagmeister), Anton Eisele (städt. Betriebsleiter) und Leonhard Sterzer gewählt.

Die Vorstandschaft setzte sich aus ”Gartlern” zusammen. Johann Popp referierte in jeder Versammlung, nicht nur in Traunstein, über den Nutzen der äußerst wichtigen Haftpflichtversicherung für Imker. Anfangs interessierte man sich noch für diese Informationen, Vorträge über Bienenzucht wurden leider kaum mehr gehalten.
Für die nächsten Jahrzehnte liegen kaum Aufzeichnungen, Mitgliedslisten oder Protokolle vor.
1912 und 1913 erfolgten zwei extrem schlechte Honigjahre. Der Traunsteiner Imker Karl Schmid aus der Sonnenstraße benötigte im Herbst 1913 für seine Kundschaft dringend Honig, deshalb inserierte er im Münchner Bienenblatt:

Obst- und Beerenpresse, fast neu für 40 Pfd. Honig
fast neues Motorrad gegen 4 Ztr. Schleuderhonig

Mitunter waren die schlechten Honigjahre wohl auch ein Grund für das gewaltige Schrumpfen des Vereins, hinzu kam der Ausbruch des ersten Weltkriegs, die überalterte Vorstandschaft trug wohl ihren Teil auch dazu bei. Problematisch war die Versorgung mit Bienenfutter. Der Verein mußte steuerfreien Zucker beantragen, das hieß Bienenvölker zählen, Mitgliedslisten führen, Formulare ausfüllen und Anträge stellen. War hier das Interesse auf Seiten der ”Gartler - Vorstandschaft” überhaupt da?


Bei Kriegsbeginn im Jahre 1914 waren es nur noch 39 aktive Mitglieder. In dieser schweren Zeit bedrängte die Politik durch Überwachung das Vereinsgeschehen, die Mitgliedszahlen nahmen rapide ab, Anfang 1916 waren nur noch 32 Vereinsmitglieder gemeldet.

Ab 1914 führten beinahe alle Vereine, außer dem Traunsteiner (zumindest liegen keine Unterlagen vor) Honig- und Obstsammlungen durch. Truchtlaching, Seeon, Obing spendeten für die verwundeten Soldaten in den Lazaretten. Hr. Schmoll und Hr. Weiß vom Reichenhaller Verein sammelten in den Kriegsjahren insgesamt 30 Ztr. Honig für die Feldgrauen, auch die Imker aus Laufen machten eine Abgabe von 7 Ztr.

Nach dem Zusammenbruch des Vaterlandes versuchte man durch Parolen die Vereinstätigkeit wieder zu beleben, was dem Traunsteiner Verein anfangs auch recht gut gelang.

Der einstige Wachtmeister, Johann Popp, Schriftführer des Vereins ergriff die Initiative. Er wurde Vereinsvorsitzender und beruflich stieg er zum Sicherheitskommisar auf. In der Frühjahrsversammlung 1922 gliederte er die Ortsvereine Siegsdorf, Unterwössen, Ruhpolding, Grabenstätt, Chieming und Bergen als Unterverbände in den Bezirks Bienen- und Obstbauverein Traunstein e. V. ein. Der Zusatzname des Vereins „und Umgebung“ wurde gelöscht. Mit diesem Zusammenschluß erhofften sich die Imker Kunstwaben und hauptsächlich Zucker besser beschaffen zu können.

In der Frühjahrsversammlung 1922 wurde auch eine Neuwahl einberufen. Vereinsvorsitzender blieb oder wurde Johann Popp. Der Kaufmann Ludwig Maier aus der Katharinenstraße mußte gleichzeitig die Ämter des Kassiers, des Schriftführers und des zweiten Vorstandes einnehmen. Es stellten sich, wohl auch aus politischen Gründen keine weiteren Mitglieder mehr zur Verfügung.
Im Jahre 1923 wurde die Traunsteiner Polizeistation wegen der damaligen Unsicherheit auf dem Lande und in Auswirkung des Hitlerputsches ein Verstärkungskommando von 24 Mann angegliedert. Dies bedeutete für den Kommissar Popp, daß die Belange und Probleme der Imkerschaft mehr in den Hintergrund traten.

1923 kostete das Pfund Honig bereits 40 Mark, rapide stieg der Zuckerpreis, im Spätsommer kostete das Pfund Zucker sage und schreibe 100 Mark. Für viele Imker drohte das jähe Ende, sie hatten abgeschleudert und den Honig an Großabnehmer verkauft. Zur Einfütterungszeit war der Zucker für viele unerschwinglich geworden. Die Vereinsallianzen konnten sich dagegen nicht mehr erwehren.


1926 wurde im Auftrag der bayerischen Regierung eine Zusammenstellung der Völkerzahlen und deren Unterbringung durchgeführt. Im Bezirksamt Traunstein (etwa heutiger Kreis) waren insgesamt 6151 Völker gemeldet, davon wurden 49% im sogenannten Traunsteiner Korb gehalten, etwa 35% der Imker bevorzugten die Breitwabe und die restlichen Imker das Normalmaß.

1927 trat Pfarrer Dr. Plößl dem Verein bei.

1932 führte das statistische Landesamt eine Auswertung der bayerischen Imkerschaft durch. Demnach gab es 75387 Imker in Bayern. Es waren aber nur noch knapp 30% der Imker vereinsmäßig organisiert. 86% der organisierten Imker waren Landwirte. Daraus wird ersichtlich, daß sich die Vereine in der personellen Struktur grundlegend änderten. Die Beamten, Kaufleute und ”sonstigen beruflich besser Gestellten” fehlten den Vereinen. Kaum einer der Landwirte hatte Zeit oder das Wissen, um sich dem Vereinsgeschehen annehmen zu können.


Der Winter 1932/33 wurde für viele Imker eine Katastrophe. In der Trostberger Gegend kamen hunderte von Völkern infolge von salzvergälltem Viehzucker-Einfütterungen um.

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Gruppenbild der Traunsteiner Imker um 1933 am Waldfriedhof beim Bienenhaus Schmoll




1933 inserierte im Bienenblatt der Traunsteiner Noichl:

1935 erließ der Reichsbauernführer die Anordnung, im ganzen Reich die Obst- und Gartenbauvereine einheitlich zu benennen. Außerdem sollten nur noch Kreis- und Landesverbände existieren. Statuten wurden erneuert. Die Bienenzüchter mußten sich dem Reichsverband deutscher Kleintierzüchter als Ortsfachgruppe Imker unterordnen. Eine amtliche Vereinsgründung erfolgte jedoch nicht.

Nach dem 2. Weltkrieg lebten die Vereine mit ihren alten Namen wieder auf. Die Imker formierten sich nach 1946 unter kommissarischer Leitung neu im Verband der BAYERISCHEN IMKER. Nach dem Krieg unterlag Honig der Ablieferungspflicht. 1945 war an einen geregelten Zuckerbezug zur Wintereinfütterung nicht zu denken. Die abgelieferte Honigmenge war deshalb pro Volk auf 1,5 kg ermäßigt. Trotzdem gingen viele Völker an Futterknappheit ein und dezimierten, die durch die Kriegszeiten ohnehin rückläufigen Völkerzahlen. Honig war zu dieser Zeit dementsprechend rar. An Weihnachten bekamen auf Grund ihrer Schuldlosigkeit entlassene KZ-Häftlinge eine Sonderzuteilung von einem Pfund Honig. In den folgenden Jahren wurden Zucker - Einkaufsscheine abgegeben. Die Hälfte des Zuckerbezugs mußte an Honig abgegeben werden.


1946 versuchte Peter Vodermaier die Schäden der vergangenen Zeit wieder zu reparieren. Zu jener Zeit war er auch Schriftführer des Gartenbauvereins, außerdem Kaufmann mit eigenem Laden an der Jahnstraße und Hobbyimker. Vodermaier aktivierte die Imkerschaft und hielt Vorträge. 1947 warb er 13 Neumitglieder, mit den verbliebenen 9 Mitgliedern war ein erfolgreicher Neustart gewährleistet. Er markierte die noch lebenden Imker der uralten Mitgliedsliste und stellte dadurch den tatsächlichen Mitgliederstand fest. Dies dürfte wohl zum damaligen Zeitpunkt die einzige schriftliche Arbeit gewesen sein, denn ansonsten liegen keine schriftlichen Überlieferungen vor.

50 Jahre Traunsteiner Imker

Am 30.9. 1951 fand im großen Saal des Hofbräuhauses Traunstein das fünfzigjährige Gründungsfest des Imkervereins statt.
Zahlreiche Mitglieder und die Vorstände von 26 Vereinen des Imker-Bezirksverbandes Traunstein hatten sich am Sonntagvormittag zu einer Festversammlung anläßlich der 50-Jahrfeier des Imkervereins Traunstein im Hofbräuhaus zusammengefunden. In Anwesenheit des Präsidenten des DEUTSCHEN IMKERBUNDES, Oberstudienrat Birklein, des Fachberaters bei der Regierung von Oberbayern, Amtmann Kraus, und Oberbürgermeister Berger, sowie Direktor Terner und des Bezirksvorsitzenden von Laufen, Ponn, eröffnete der Vorsitzende des Imkerbezirksverbandes Traunstein, Herr Vodermaier, die Versammlung, auf der zahlreiche Fragen der Bienenzucht behandelt wurden. Im Mittelpunkt standen dabei die außerordentlich interessanten  und instruktiven Ausführungen des Präsidenten des DEUTSCHEN IMKERBUNDES, Oberstudienrat Birklein, der die volkswirtschaftliche und medizinische Bedeutung des deutschen Binenhonigs darlegte.

Nach dem Krieg verschlug es Georg Widmann, einen gebürtigen Freisinger und Imker im Verein Moosburg, beruflich nach Traunstein. Eine enge Kriegs-Freundschaft verband Georg mit Ferdinand Maupai. Durch Ferdls Mithilfe und Einfluß fand Georg in Haidforst eine Wohnung. Für sieben Jahre lebte er mit seiner Familie in Traunstein. Schnell wurde er Mitglied im Imkerverein angeregt durch das Bienenhaus der Therese Schmoll in nächster Nähe. Seinem Freund dem Ferdl brachte er  postwendend das Imkern bei.
Maßgeblich wirkten und lenkten von nun an die beiden den Verein. Ferdinand für kurze Zeit als Schriftführer und anschließend als Kassier, Georg bis 1954 noch zweiter Vorstand, später erster Vorstand und zugleich auch Vorsitzender des Bezirksverbandes Traunstein.
Im März 1954 kam es zur Neuwahl. Georg Widmann löste Peter Vodermaier, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte ab. Ferdinand Maupai belegte das Amt des Kassiers, Schriftführer wurde der Hans Huber.

imker2

Georg Widmann geb.: 19.12.1916

1951 – 1954 zweiter Vorsitzender

1954 – 1957

erster Vorsitzender des Ortsvereins Traunstein und Vorsitzender des Kreisverbandes Traunstein

Kassenrevisor des VBB

1958-1984 erster Vorsitzender Ortsverein Kolbermoor

1962 – 1970 zweiter Vorsitzender des Kreisverbandes Bad Aibling

 

1990 Armbruster - Medaille in Gold




Gründung eines neuen Dachverbandes

1956 wurde ein neuer Dachverband gegründet. Der VERBAND BAYERISCHER BIENENZÜCHTER. Viele oberbayerische Vereine schlossen sich dem neuen Verband an.
Ausschlaggebend war das Zerwürfnis des Vorsitzenden des Kreisverbandes Oberbayerns mit dem Landesverband Bayern. Die Vorstandschaft des Landesverbandes mit Leonhard Birklein an er Spitze warf dem Kreisverbandsvorsitzenden Obermaier Zuchtvergehen und Verleumdung vor. Vorausgegangen war eine Affäre Obermaiers mit der Sekretärin des Landesverbandes, behaupten ”Insider”. Eifersüchteleien und gegenseitiges Anschwärzen führten dann zu dem Zerwürfnis. Laut Georg Widmann der als Augenzeuge anwesend war, kam es im Januar 1954 bei der Jahreshauptversammlung in Würzburg beinahe zur Katastrophe. Die Kontrahenten gingen bereits mit den Messern aufeinander los, im letzten Augenblick konnten sie noch getrennt werden.
1955 wurde Obermaier zum Kreisvorsitzenden erneut gewählt, die Wahl wurde jedoch vom Dachverband nicht anerkannt. Nach polizeilicher Hausdurchsuchung, Strafanzeigen und Privatklagen ergriff Obermaier die Initiative und gründete den VERBAND BAYERISCHER BIENENZÜCHTER: (VBB) Der Dach- und Landesverband versuchte noch mit aller Macht dagegen zuhalten, die Einheit zu wahren, was aber misslang.
Mittlerweile sind diesem Verband bereits 75 Kreisverbände angeschlossen. So auch der Kreis Traunstein mit dem Ortsverband Traunsteiner Imker.

Der Widmann Georg verschickte nach diesem Vorfall an die 130 im Ortsverband Traunstein organisierten Imker Abstimmzettel. Alle wurden eingereicht. 93% der Imker entschieden sich für den bayrischen Verband.

1957 versetzte die Eisenbahn (Arbeitgeber) Georg Widmanns nach Kolbermoor. Auch dort war er über Jahrzehnte der Vorsitzende des dortigen Vereins. Als Dank für seine Verdienste überreichten ihm 1957 die Traunsteiner zum Abschied neben einem Geschenk die goldene Ehrennadel.

Der Eisenbahner Paul Stoll, bereits zweiter Vorstand, wurde für eine Wahlperiode sein Nachfolger.

Hochwürden Dr. Plößl war der Imkerei von frühester Kindheit an verbunden und blieb dieser Tätigkeit auch neben seinem Beruf als Religionslehrer und Hausgeistlicher im Institut Sparz / Traunstein treu. Neben dem Institut befindet sich ein traditionsreiches landwirtschaftliches Anwesen. Hier imkerte auch die Schwester der „barmherzigen Fräulein“ Sophia Speth.

ploessl

Dr. Peter Plößl 1901-1985

 seit 1927 Vereinsmitglied

1957 - 1960 zweiter Vorstand

1960 – 1976 erster Vorstand

1960 - 1973 Vorsitzender des Kreisverbandes

1979 Armbruster - Medaille in Gold




In zahlreichen Vorträgen gab Dr. Plößl sein imkerliches Fachwissen weiter. Große Schwierigkeiten bereitete in jener Zeit die Bekämpfung der Tracheenmilben. Dem Parasiten versuchte man mit Gas Herr zu werden. Leider stellte sich nur ein durchschnittlicher Erfolg ein. Ganze Bienenstände fielen der Milbe zum Opfer. Dadurch verringerte sich die Mitgliederzahl kontinuierlich. Es war nicht nur die Milbe, die den Rückgang der Imkerei verursachte, es war einfach die damalige Zeitgeist. Der Lebensstandard stieg, die Einkommen wurden höher, der Obstanbau war nicht mehr lukrativ, der Honigpreis stagnierte, ausländischer Honig wurde importiert - für was noch Bienen halten?

Zurück zu Dr. Plößl. Bereits 1957 wurde ihm für dreißig jährige Vereinstreue die goldene Ehrennadel mit Urkunde überreicht. 1976 wurde er Ehrenvorsitzender des Ortsvereins Traunstein.
In Würdigung seiner Verdienste um die Belange der Bienenzucht und des Verbandes wurde der Pfarrer im Mai 1979 zum Ehrenkreisvorsitzenden gewählt und vom Verband Bayer. Bienenzüchter mit der Prof. Armbruster Medaille in Gold geehrt, die höchste imkerliche Auszeichnung. Das direkt neben dem Pfarrhaus in Sparz angegliederte Bienenhaus wurde nach dem Tod des Pfarrers vom damaligen Kreisvorsitzenden Erich Gimpl aufgelöst. Keine 100 Meter entfernt imkerte Schwester Sophia. Das prachtvolle Bienenhaus der Schwester wurde nach ihrem Ableben, Gott sei Dank, nicht aufgelöst. Erich Gimpl fand einen Jungimker. Nach zähen Verhandlungen mit den Schwestern vermittelte er es an den jetzigen Ortsvorstand Hans Dumberger.

Neben Dr. Plößl sollte auch der damalige Landrat Hans Unnützer erwähnt werden. Über zwei Jahrzehnte kümmerte er sich um die Belange des Vereins. Durch seinen erlernten Beruf als Rechtsanwalt spezialisierte er sich unter Anderem auch auf die Rechtslage der Imkerei. Nicht nur Vorträge hielt er über die imkerliche Gerechtigkeit, er führte auch mehrere Gerichtsprozesse im Sinne der Bienenzüchter.

Besonders wichtig für den Verein war die Therese Schmoll. Sie hatte die Liebe zur Bienenzucht von ihrem Vater geerbt und bis ins hohe Alter gepflegt.

Bis an ihr Lebensende war die Resl die Vereinsschriftführerin. Außerdem war sie von 1965 bis 1983 Schriftführerin des Kreisverbandes Bayer. Bienenzüchter Traunstein
Für die Verdienste um die Bienenzucht und für ihre jahrelange Arbeit für den Verband Bayer. Bienenzüchter wurde Frl. Schmoll nicht nur mit der goldenen Ehrennadel des VBB ausgezeichnet, sondern auch mit der Professor Armbruster - Medaille in Silber geehrt.


1976 löste der Fernmeldetechniker Hans Zillner den Pfarrer Dr. Plößl in der Vorstandschaft ab. Auf die Initiative von. Hans Zillner ist allen Imkern, nicht nur bei uns in Oberbayern ein Begriff, durch zahlreiche Vorträge und seiner ausgezeichneten Königinnenzucht wurde er bei den Bienenzüchtern bekannt.
Hans kann man durchaus als den Vorreiter und Wegbereiter der Carnica-Biene in unserem Gebiet sehen.
15 Jahre lang kümmerte er sich als erster Vorstand um die Belange des Vereins. Die Mitgliederzahlen stiegen, dank seines persönlichen Einsatzes, merklich an. Nach der Ära Vorstandschaft widmete sich Hans der Weiterbildung der Traunsteiner Imker. In erster Linie wurden die Nachwuchsimker mit der Königinnenzucht vertraut gemacht und auch ausgebildet.

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Hans Zillner

1973 – 1976 zweiter Vorsitzender

1976 – 1991 erster Vorsitzender

seit 1992 Ehrenvorsitzender

 

Armbrustermedaille in Silber

Anstecknadel in Bronze der Carnica - Reinzüchter

2010 Ehrenabzeichen der Stadt Traunstein für besondere Verdienste in Bronze

 

 


Nach dem Rücktritt von Hans Zillner, der aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierte wurde am 24.2.1991 der Vereinskassier Hans Dumberger zum Vorstand gewählt. Hans Dumberger kümmerte sich in vorbildlicher Weise um die Belange des Vereins.. Mit Gartenfesten erwirtschaftet der Hans einen akzeptablen Kassenstand. Der Verein war jetzt in der Lage hochwertige Gerätschaften anzuschaffen die wiederum Vereinsmitglieder ausleihen können. Dazu gehörten unter andern ein Honigauftaugerät sowie Mittelwand- und Kerzengießformen.

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Hans Dumberger

1991 – 2005 erster Vorsitzender

2006 – zweiter Vorsitzender

Armbrustermedaille in Bronze

Goldene Ehrennadel

2008 Ehrenabzeichen der Stadt Traunstein für besondere Verdienste in Bronze

 

  Im März 2006 wechselten Hans Dumberger und Herbert Mauerberger die Vorstands-Hierarchie. Mauerberger übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden. Durch seine Initiative erhielt der Verein 2006 eine eigene Internetseite, ferner wurde in Traunstein an der Streuobstwiese neben der Kläranlage ein für die Öffentlichkeit zugänglicher Bieneninformationsstand errichtet. Weiter erstellte er die Festschrift für die 100 Jahrfeier.

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Herbert Mauerberger

2002 - 2006 zweiter Vorsitzender

2006 – erster Vorsitzender


Armbrustermedaille in Bronze

 




Gruppenbild der Traunsteiner Imker im Oktober 1999

gruppenbild


 
Vorstände, Schriftführer und Kassierer

Gründung des Bezirksbienenzucht-  und Obstbauverein Traunstein und Umgebung am 8. September 1901

Wahl am

1. Vorsitzender

2. Vorsitzender

Schriftführer

Kassier

10.11.1901

Karl Langenmaier Apotheker


Mathias Weber Salinenwagmeister und Bienenmeister

Franz Metz Salzsteuerkontrolleur

28.01.1902

Karl Langenmaier


Mathias Weber

Gottfried Strobel Salinenmeister

24.11.1902

Anton Eisele Gasmeister

Michael Liegl Kunstgärtner

Mathias Weber

Joh. Strobel

08.03.1906

Lorenz Schmid Fuhrwerksbesitzer

Wildmann

Leonhard Sterzer städt. Buchungsverwalter

Math. Weber

Durch die Verlegung der Saline nach Bad Reichenhall verlor der Verein einige ehrenamtliche Helfer und tatkräftige Imker

12.04.1910

Karl Schmid kgl. Aichmeister

Wildmann

L. Sterzer

Johann Popp Oberwachtmeister

Zur Kontrolle politischer Aktivitäten erfolgte die offizielle Eintragung des Vereins ins Amtsregister. Der Verein erhielt den Zusatz e.V.

08.10.1911

Adam Herbst Hauptmann a.D

J. Popp

Anton Rischbeck gräfl. Förster i.R.

J. Popp

19.10.1913

A. Herbst

J. Popp

A. Rischbeck

J. Popp

Für das nächste Jahrzehnt liegen keine, oder nur unvollständige Protokolle vor. Die Seiten wurden teilweise aus dem Protokollbuch entfernt, auch wurde das Buch nicht mehr weitergeführt. In den wenigen Versammlungsberichten im Traunsteiner Wochenblatt oder im Münchner Bienenblatt ist der eine oder andere Vorstand, Kassier oder Schriftführer noch namentlich aufgeführt

2.01.1921

Johann Popp Sicherheits-kommisar

Ludwig Maier
Der Kaufmann Ludwig Maier aus der Katharinenstr.
übernahm drei Ämter, ein sicheres Zeichen für
eine drohende Vereinsschwäche

um 1927 näherten sich die Imker dem Gartenbauverein an

Der Stadtgärtner Schubeck war Vorstand des Gartenbauvereins


Um 1930

Hr. Weis Oberinspektor leitete die Sparte Bienenzucht

Aus dieser Zeit liegen keinerlei Berichte oder Protokolle vor, wohl aus Angst vor ”Nazi - Häschern” wurden die Unterlagen vernichtet. Mitunter bemühten sich in dieser schweren Zeit um den beinahe verwaisten Verein die Imker Jakob Lanz, Johann Zeiser, Bodo Ißmer, der Schreiner Aicher, der Wachszieher Max Käsbauer, sowie Hochwürden Dr. Plößl und ganz besonders der Kramer Peter Vodermaier.


Nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte beim Gartenbauverein die Neuwahl


Ludwig Bauer

Hr. Spor

Hr. Aiblinger

P. Vodermaier Kaufmann

Der Schriftführer des Gartenbauvereins Peter Vodermaier leitete die Sparte Bienenzucht.

 

 

Wahl am

1.Vorsitzender

2. Vorsitzender

Kassierr

Schriftführer

Um 1951 erfolgte dann die offizielle Neugründung des Imkervereins und die Trennung vom Gartenbauverein.

1951

Peter Vodermaier Kaufmann

Georg Widmann Bundesbahninspektor

F. Maupai Jugendamtsleiter


07.03.1954

Georg Widmann

Josef Haustein

F. Maupai

Johann Huber

25.03.1956

Georg Widmann

Paul Stoll Eisenbahner

F. Maupai

Therese Schmoll

07.04.1957

Paul Stoll

Dr. Plößl

Pfarrer

Sepp Eiwieser

Therese Schmoll

23.10.1960

Dr. Plößl

Hans Unnützer Rechtsanwalt

Josef Lechner

Therese Schmoll

10.11.1963

Dr. Plößl

Hans Unnützer

Hans Unnützer

Therese Schmoll

13.11.1966

Dr. Plößl

Hans Unnützer

Hans Unnützer

Therese Schmoll

23.11.1969

Dr. Plößl

Hans Unnützer

Hans Unnützer

Therese Schmoll

01.12.1973

Dr. Plößl

Hans Zillner
Fernmeldetechniker

Hans Unnützer

Therese Schmoll

10.05.1976

Hans Zillner

Josef Egle Amtsbote

Hans Unnützer

Therese Schmoll

26.04.1979

Hans Zillner

Josef Egle

Hans Unnützer

Therese Schmoll

23.04.1983

Hans Zillner

Hans Langgartner Obersekretär

Hans Unnützer

Therese Schmoll

21.04.1985

Hans Zillner

Hans Langgartner

Herr Sattler
Richter

Sebastian Pertl
Hauptkommisar

27.11.1988

Hans Zillner

Hans Langgartner

Hans Dumberger Fernmeldetechniker

Sebastian Pertl

24.02.1991

Hans Dumberger

Hans Langgartner

Heinrich Siglbauer

 

Sebastian Pertl

15.04.1994

Hans Dumberger

Hans Langgartner

Heinrich Siglbauer

Sebastian Pertl

10.04.1997

Hans Dumberger

Hans Langgartner

Heinrich Siglbauer

Sebastian Pertl

9.11.2000

Hans Dumberger

Hans Langgartner

Herbert Mauerberger Industriemeister

ab 2002

Heinrich Siglbauer

Sebastian Pertl

7.3.2003

Hans Dumberger

Herbert Mauerberger

Heinrich Siglbauer

Sebastian Pertl

9.3.2006

Herbert Mauerberger

Hans Dumberger

Heinrich Siglbauer

Hubert Dufter Polizeihauptmeister

12.3.2009

Herbert Mauerberger

Hans Dumberger

Hans Oberhauser Ing. Elektrotechnik

Huber Dufter